VBC HOW
Fotoquelle: Stefan Lorenz
Fotoquelle: Stefan Lorenz
Um der erfolgreichen Saison mit dem Meistertitel in der 2. Liga die Krone aufzusetzen, nahm der VBC HOW eine ganze Tagesreise auf sich und begab sich in die Ostschweiz zum STV Wil, welcher wie HOW 1. Liga Ambitionen hegt. Im Gegensatz zu den Oberwallisern spielte Wil am Vorabend bereits in Colombier, dem dritten Team in dieser Gruppe und gewann dieses Auswärtsspiel mit 3:2. Druck lastete deswegen jedoch keiner auf dem Team und die Devise war in erster Linie mit Herz und Leidenschaft spielen und sich vor dem Gegner nicht verstecken.
Vor einer tollen Kulisse und sogar einer Hand voll ganz eingefleischten VBC HOW Fans zeigte sich in den ersten Punkten jedoch bald einmal, wer den höheren Meisterschaftsrhytmus zu spielen gewohnt ist. Auch wenn der VBC HOW in einer anderen Klasse spielte als noch teilweise im letzten Meisterschaftsspiel gegen Flanthey/Lens, war der Gegner ein anderes Kaliber, dessen Geheimwaffen es erst einmal zu entschärfen galt. Gegen die stärkste Ostschweizer Waffe, einen sprunggewaltigen Aussenangreifer, wäre das Rezept ein 3er-Block gewesen. Diesen perfekt auszuführen und den Angreifer in den Griff zu kriegen gelang jedoch im ganzen Spiel mehr schlecht als recht. Nichts desto trotz konnte der VBC HOW den Schaden in Grenzen halten, schlug seinerseits kraftvoll zurück und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Auch Dank zwei Timeouts liess man nie ganz abreissen und war beim Stand von 18:18 bestens im Rennen um den ersten Satz. In der Folge waren es jedoch wieder die Ostschweizer, welche den Takt vorgaben und die Oberwalliser - zumindest im 1. Satz - mit 25:20 in die Knie zwangen.
Da nur wenig gefehlt hat, liess Spielercoach Mario Schmocker mit denselben Sechs weiterspielen. Diesmal gelang der Start jedoch weniger optimal und vor allem das eigene Angriffsspiel, welchem in diesem Spiel eine entscheidend wichtige Bedeutung zukam, funktionierte nicht, wie sich HOW das von der Walliser Meisterschaft gewöhnt ist. Auch diverse Wechsel führten nicht zur gewünschten Wende, so dass das Heimteam diesen ungefährdet, mit 25:15 nach Hause spielen konnte.
Neuer Satz, neues Glück, wobei sich HOW letzteres hart erkämpfen musste. Wirklich lange wurden die Ballwechsel selten, allerdings wirkten sich kleine Fehler sofort auf das Spielgeschehen und damit das Spielresultat aus. HOW durfte lange auf den ersten Satzgewinn hoffen und zwang überdies Wil zu einem ihrer raren Timeouts. Letztendlich spielte das junge Heimteam äussert abgebrüht und wurde mit dem Aufstieg vor den Augen weder nervös noch übermütig. Die Wiler Stammsechs smashte sich kurze Zeit später zum 25:23 Satz- und Matchgewinn.
3:0 ist zwar ein etwas gar klares Verdikt für der VBC HOW, allerdings hätten viele HOW-Spieler gleichzeitig einen Exploit benötigt, um die Ostschweizer über die ganze Matchdistanz in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Dieser kollektive Exploit blieb leider aus und der VBC HOW muss darauf hoffen, dass dieser am kommenden Freitag gegen Colombier eintreten wird. Ausserdem kann gehofft werden, dass sich HOW dank diesem Spiel an das höhere, überkantonale Spielniveau anklimatisiert hat und zu 1. Liga Stärke zurück findet. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, zumal die Aufstiegschancen trotz der Niederlage allemal intakt sind.
2. Aufstiegsspiel: Freitag, 8.4.16 um 20:00 Uhr in der Halle BFO in Brig, VBC HOW – Colombier Volley. Wir zählen auf jede Unterstützung und freuen uns, euch im HOW-Hexenkessel zu begrüssen!
