VBC HOW
Fotoquelle: Stefan Lorenz
Fotoquelle: Stefan Lorenz
Sichtlich motiviert reiste das Team des VBC HOW am vergangenen Samstag nach Gümligen, wo es am frühen Nachmittag auf den direkten Tabellenverfolger aus Muri Bern traf. Gut auf den Gegner vorbereitet, wussten die HOW-Spieler, dass es vor allem auch um die eigene Mentalität auf dem Spielfeld ankommen würde. Der erste Satz begann und der meist erfreuliche Spielstand begünstigte eine gute Stimmung im HOW-Team, welches sich dank dem 25:21-Satzgewinn auf Kurs befand. Doch wie auch schon gegen den VBC Nidau am vorausgehenden Wochenende war das Spiel der Oberwalliser von vielen Eigenfehlern geprägt. Eigenfehler, die es im 2. Satz gegen Volley Muri Bern nicht mehr ertrug, zumal auch das Angriffsspiel zu wenig druckvoll war. So konnte Muri zum 1:1 ausgleichen und schien Fahrt in diesem Spiel aufzunehmen. Dass der VBC HOW sich im 3. Satz jedoch komplett abmelden musste, war nicht nur dem zielstrebigen Heimteam, sondern vor allem auch dem Unvermögen der Oberwalliser geschuldet. Nach dem Motto, „wenn’s nicht läuft, dann läuft’s nicht“ ging HOW in diesem Satz komplett unter und konnte nur mickrige 8 Punkte verbuchen. Doch mit dem Rücken zur Wand spielte das Team unter Coach Sacha Bruttin wieder besser und war im 4. Satz bemüht, vor allem auf mentaler Ebene einen Effort zu leisten. Diese Strategie schien zu helfen. Mit der Spielfreude kamen die Oberwalliser auch wieder zu Punkten und hatten dem Vormarsch der Berner etwas entgegenzusetzen. HOW hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt so im Griff, wie es ohne mentale Durchhänger bereits so viele Sätze in dieser Saison im Griff hätte haben können. Da half es sicherlich auch, dass man Volley Muri Bern bereits vor der Satzentscheidungsphase distanzieren konnte und keine Nervosität aufkommen liess. Mit 25:18 wurde schlussendlich das Tiebreak erzwungen.Dort fand zunächst ein ausgeglichener Schlagabtausch statt, ehe HOW auf einer Position kein Side out mehr gelingen wollte und Muri sechs Punkte in Folge zugestand. Diese Hypothek wiegte denn auch zu schwer, um das Ruder noch herumzureissen, zumal Volley Muri Bern im Tiebreak wie auch im ganzen Spiel den solideren Auftritt der beiden Teams an den Tag legte. Mit 15:7 war der Entscheidungssatz dann plötzlich schnell einmal gelaufen. Zwar konnte der VBC HOW dank der Punkteteilung den Schaden in Grenzen halten (es bleiben 2 Punkte Vorsprung in der Tabelle auf Muri Bern), doch es zeigt sich, dass der VBC HOW auf jeden Fall hart arbeiten muss, um gegen die stärkeren Gegner diese Platzierung bis Saisonende zu halten. HOW 1 Berichterstattung durch Lukas Germann